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Das Tagebuch auf dieser Webseite soll mit dem Januar 2011 beginnen. Die ersten Einträge sind von der hp www.kupfermuehle.wg.am/ übernommen.
Wer wissen möchte, was vorher passierte, kann ja dort schmökern!

 

11. Jan. 2011   

Wenn ein Hund bei uns für Schrecken gut ist, dann scheint es unsere Minni zu sein!

Mitte Januar war Männe mit Beppo, der sich offensichtlich den Magen verdorben hatte (ich selbst hatte Angst, dass ein Stückchen sehr harter Knorpel "quer" liegen könnte) und Minni, bei der "nur" ein routinemäßiger Check anstand, bei der TÄ.
Die Diagnose für Minni: alles in bester Ordnung, die kleine Giftspritze ist für ihr Alter total fit. ...... Die kleinen Knötchen, die sich im Bereich der Milchleisten wieder gebildet haben, ignorieren wir ganz einfach, denn eine große OP mute ich dem Omilein nicht mehr zu!
Super, wenn wenigstens die Kötis keine größeren gesundheitlichen Problem haben. Von meinem "Fahrgestell" und meiner psychischen Verfassung aufgrund der Dauerschmerzen wollen wir hier im Hundetagebuch lieber nicht sprechen!

Vor etwa 2 Wochen wache ich in der Nacht auf, weil ich 'mal "für kleine Mädchen" muss. Während ich meine Knochen sortiere, höre ich, dass das Mäuselchen leise vor sich hin "schnurchelt". Ob sie sich vielleicht eine Erkältung eingefangen hat? Ich schau genauer nach ihr - und meine, mich trifft der Schlag! Atmet sie überhaupt noch? Doch, ja, aber gaaanz flach und rasend schnell! Das gefällt mir überhaupt nicht! Also muss Männe am Morgen mit der Kleinen gleich wieder zur TÄ. Relativ bald bekomme ich einen Anruf mit niederschmetterndem Inhalt: Minni wurde geröntgt, und dabei wurde festgestellt, dass ihre Lunge fast total dicht ist. Viel Hoffnung kann mir die TÄ nicht machen. Für die nächste Zeit sollten wir das Entwässerungsmittel und das Cortisonpräparat, das sie schon sowieso bekommt, etwas höher dosieren. ..........

Ich denke mit Grausen an Dolly! Mein erster Beagle-Goldschatz hat diese Diagnose um ziemlich genau eine Woche überlebt!

Eigenartigerweise hat Männe aber eine etwas andere Diagnose bekommen: Ihm wurde gesagt, dass sich auf der Lunge Knötchen gebildet hätten, die nichts Gutes bedeuten ......

Wie auch immer: Minni lebt noch, und sie ist frech und lebhaft wie eh' und je! Wenn nicht die schnelle und flache Atmung weiterhin bestünde, würde man nicht glauben, dass die Kleine so krank sein soll.


     Kindkopf Beppo mit Spieli                          "Ey, sag 'mal ...."                                          "Lass uns rein!"


                 "Was willst Du denn schon wieder? - Ja, ich lebe noch!"                                    "Ich pass ja schon wieder auf!"  

Kleine Giftnudel, Du musst schon noch eine Weile bei uns bleiben! Denn gerade in den letzten Monaten hast Du Dich noch einmal ziemlich geändert: Aus der kleinen, giftigen Fußhupe, die uns Menschen nur deshalb akzeptierte weil sie die Macht über das Futter hatten, ist ein "weiches", schmusiges Hündchen geworden, das sehr wohl zwischen "Fremden" und ihren Leuten differenziert, sich mit Nachdruck seine Streicheleinheiten einfordert und diese dann auch genießt. Du bist jetzt "unser Hund" geworden!

Aber unsere "Großen" sollen auch nicht zu kurz kommen: 


                                 
                       "Das reicht schon! Gib's runter!"                       "Das Leckerli soll ich da rausholen? Eine meiner leichtesten Übungen!"

 

 

 

 

28.Februar 2011

 

Jetzt muss ich doch tatsächlich mein Tagebuch „aufsetzen“, denn mein Internet funktioniert schon seit ein paar Tagen nicht mehr!
Und dabei hab’ ich mich doch um eine ca. 10-jährige „Beagle-Oma“ beworben!  

"MIGELITA, ist ein älteres Beagle Mädchen, ca. 2001 geboren, und eine sehr, sehr liebe alte Oma, die einfach nur ein Plätzchen sucht um noch einmal eine schöne Zeit zu haben. Man hat sie einfach weggeworfen, als wäre sie nichts wert - alt und überflüssig und nicht mehr gewollt – aber wir finden dass sie es wert ist und verdient hat ein letztes, liebes Zuhause zu finden und noch einmal glücklich zu sein!

 

 

                                                                                                                                                                       

Ich darf mir gar nicht vorstellen, dass ich den „Zuschlag“ bekomme und es nicht erfahre, weil ich ja auch meine Mails nicht abrufen kann! Da muss wohl oder übel meine Freundin Cornelia einspringen! Ich gebe ihr mein Passwort und bitte sie, meine e-mails zu kontrollieren, und zu öffnen, falls eine mail vom „Peterle“ dabei ist.
Lange muss ich nicht warten, bis der Anruf kommt: „Soll ich Dir eine Mail vorlesen?“ JA, JA, JA!
 

Und ein paar Sekunden später weiß ich, dass „Migelita“ vom „Berg der Hunde“ in Spanien ihren Lebensabend in der Kupfermühle verbringen darf! – Ich freue mich unsagbar!

 

 

2. März 2011

 

Sie hat uns verlassen!
In der vergangenen Nacht mussten wir unsere Minni zur Regenbogenbrücke begleiten!

Da wir ja darauf vorbereitet waren, hatten wir sie in den letzten Wochen so richtig verwöhnt. Ich hatte aber auch furchtbare Angst, den richtigen Zeitpunkt nicht zu erkennen. Und dann ging alles ganz schnell:

Die kleine Maus leerte am Vormittag noch ihr Schüsselchen mit gutem Appetit und legte sich zu ihrem Verdauungsschlaf auf ihren gewohnten Platz auf der Couch. Als ich am Nachmittag dazu kam, bemerkte ich, dass sie sich nach Möglichkeit mit dem Oberkörper nach oben legte und beim Atmen ziemlich pumpte. Ich nahm sie in den Arm und bat sie, mir doch deutlich zu zeigen, wenn sie gehen wollte, und ich versprach ihr, sie nicht zu halten.
Mit Männe vereinbarte ich, dass wir am nächsten Tag auf alle Fälle mit ihr zur TÄ fahren würden.

Aber Minni wollte nicht mehr so lange warten: Als Hugo sie zur „Abend-Pissel-Runde“ holen wollte, fand er sie zu seinem Erstaunen auf Stellas Polster! Sie ließ sich zwar von mir in den Garten locken, machte auch dort ihr kleines Geschäft und nahm auch noch ihre in Wurst eingewickelte Tablette, aber dann schlich sie schwer atmend zurück auf das Polster im Wohnzimmer.

Das war das Zeichen, um das ich mein Mäuselchen gebeten hatte. Noch in der Nacht ließen sie wir ziehen .............

Der Weg war zu steinig, der Berg zu hoch, die Kraft zu schwach und der Atem zu kurz... da nahmen Dich die Engel in die Arme und sprachen "KOMM HEIM".

 


Ein ganz herzliches "Dankeschön" an Romy und Jörg, zwei liebe und für mich sehr wertvolle "Internetfreunde" für dieses Bild!

 

 

 

 

6. März 2011  

In den vergangenen Tagen ist mir wieder einmal deutlich bewusst worden, was für eine „tragende Rolle“ unsere kleine Giftspritze in unserem Leben gespielt hat: Das Loch, das sie hinterlassen hat, ist riesig groß ..............

 Aber ich komme Gottseidank nicht dazu, in dieses Loch zu fallen, denn ich musste organisieren und telefonieren und bitten und absagen und wieder telefonieren. Denn: Migelita sollte gestern, am 5.3. in Worms ankommen, dort in einer Tierpension übernachten, und nach Möglichkeit heute im Laufe des Tages abgeholt werden. „es Peterle“ startete am Freitag am frühen Morgen in Spanien mit seinem Hundetransport .........  

 

Und wieder zweifelte ich – wie schon vor etlichen Jahren bei Irma – ob es richtig war, einem älteren Hund die Strapazen einer solchen Fahrt zuzumuten.  

 

Aber jetzt waren sie unterwegs, und ich musste mich darum kümmern, dass die Beagleline von Worms in die Kupfermühle kam.
In meiner Not bat ich R., die Frau, die mir damals Dolly ins Haus brachte und auch bei der Vermittlung von Stella nicht ganz unbeteiligt war, um Hilfe. – Ich selbst hatte und habe ja noch immer keinen Zugang ins Internet. ( .......... , nein, ich schreib’ hier lieber nichts dazu!) – Sie gab mir die Tel.-Nr. einer Frau, die mich aus einem Forum von Dollys Zeiten kennt, und die wieder etliche andere Tierfreunde mobilisieren kann, um eine Fahrkette zu bilden. Das letzt Glied dieser Kette wollte R. selbst sein.

Aber dann kam mir Peter, Sohn III, in den Sinn! Von ihm weiß ich, dass er ist ein sehr guter und umsichtiger Autofahrer ist, und sehr gerne fährt – auch lange Strecken. Was ich fast nicht zu hoffen wagte: er sagte spontan zu! Wir einigten uns darauf, dass er mit seiner Freundin schon am Samstag die Hinfahrt unternimmt, und am Sonntag uns dann Migelita bringt. 

Tja, und dann kam gestern Abend der Anruf einer Tierschützerin, ob Peter nicht noch eine Hündin mit zu ihr nach München bringen könnte. Nach etlichen Irrungen und Wirrungen (Frau S.: "Ich hab' gestern Abend mit Peter telefoniert, da war er in Frankreich!" - Ich: "Das ist ganz unsmöglich, ich hab' gestern Abend auch mit unsererm Peter telefoniert, da war er daheim in München!" ...... - ...... Ehe wir uns total in die Haare bekamen, fiel bei mir der Groschen: Wir sprachen von zwei verschiedenen "Peters"!) und noch mehr Telefonaten, konnte auch dies geregelt werden, und jetzt warte ich – auf „meine Miga“. Ich sitze wie auf glühenden Kohlen und bin so gespannt, denn „eigentlich“ weiß ich von der Hündin so gut wie gar nichts außer dem Vermittlungstext.

Aber lang kann es nicht mehr dauern bis sie kommen, bis SIE kommt! .........

 

 

20. März 2011

Jetzt sind es fast auf die Stunde genau 2 Wochen, dass Klein-Miga in der Kupfermühle eingezogen ist. Übernahme und Fahrt waren offensichtlich problemlos, auch die zweite Hündin, die Sohn III mitgenommen hat, wurde verabredungsgemäß pünktlich am Übergabeort übernommen.
Als das Hundetaxi in der Kupfermühle ankamen, hatten wir den Vorteil, dass Männe mit Stella und Beppo "on tour" war. So konnte das kleine Beaglechen in aller Ruhe sein neues Zuhause - noch an der Leine - inspizieren. Auch die Zusammenführung der Hunde gestaltete sich völlig unspektakulär: Zähnchen zeigen und brummeln von Miga's Seite als Beppo etwas aufdringlich wurde, dasselbe als Stella doch tatsächlich gleich Spielaufforderung zeigte. Und das war's dann auch schon.
Uns gegenüber war das Mädl erst einmal sehr scheu und zurückhaltend, aber keineswegs panisch. Auf Locken mit Zungeschnalzen kam sie vorsichtig und ließ sich streicheln. Leckerlies nahm sie allerdings keine an. ........... ??? Ein etwas moppeliger Beagle, der keine Leckerlies nimmt???

     

 

22. März 2011

Neuer Hund, neue Herausforderung, neues Glück (?)
Mit Klein-Miga haben wir uns ein richtiges Überraschungspaketchen ins Haus geholt, eine Hunde-Oma - sie soll etwa 10 Jahre alt sein, ist aber schlecht zu schätzen - die ganz offensichtlich schwer an ihrer Vergangenheit trägt, eine kleine Hündin, die nicht so recht weiß, was sie von den Menschen halten soll.
In den ersten Tagen kam sie zwar, wenn man sie lockte, war aber immer sprungbereit - eine falsche Bewegung, und sie klemmte den Schwanz ein und wich zurück. Noch heute mag sie keine Leckerlies aus der Hand nehmen. Sie nimmt sie zwar zwischen die Zähnchen, lässt aber sofort wieder aus, wenn man das Leckerlie etwas fest hält. Wirft man es ihr zu, dann sucht sie eifrig und frisst es auch gerne. Wurde sie vielleicht mit Leckerlies angelockt und dann wieder verscheucht? Ich wüsste es so gerne, denn ich möchte ihr Verhalten verstehen.
Gestern hat sie mich damit überrascht, als sie zum ersten Mal aus ihrer "Lethargie" erwachte und Freude zeigte als sie mich sah.

Der Gesundheitszustand der kleinen Maus war/ist auch eher bescheiden!
Das erste, was mir auffiel, war, dass sie ausgesprochen steifbeinig durch den Garten stakste. Nun ja, sie war ja zwei Tage und Nächte in einem Kennel transportiert worden, da ist es kein Wunder, dass sie sich erst wieder einlaufen musste. - Aber warum schonte sie den linken Vorderlauf?
Als nächstes bemerkte ich, dass sie relativ viel trank, gleich danach hustete und dabei etwas weißen Schleim hochwürgte. Und: wer viel trinkt, der muss auch viel pieseln. Aber sooo viel? Mindestens jede Stunde setzte sie sich und hinterließ ein "Lackerl". 
Wenn wir schon bei den Flüssigkeiten sind: Die Augen der kleinen Maus tränten und waren rot unterlaufen.
Jetzt reicht's aber - fast: Bleiben wir beim Kopf: auf der linken Seite hatte sie unter dem Auge eine kleine Schwellung, die Ohren waren total verkrustet. Weiter hinten, am Oberschenkel, fand ich beim Streicheln eine Wunde, die am Abheilen war.
"Eigentlich" wollte ich Miga den Tierarzt in der ersten Woche ersparen, aber da sich weder das Gangbild noch die Pieselei, noch das Husten änderte, schickte ich Männe am Mittwoch nach ihrer Ankunft mit ihr zur Untersuchung.
Warum hat mich das Ergebnis nicht wirklich überrascht?
Das Gebiss muss dringend saniert werden, bei den Ohren wurde der Versuch einer Reinigung unternommen (die Krusten waren allerdings zu dick und fest, als dass sie bei einer einmaligen Behandlung vollständig gewichen wären!), Bindehautentzündung, Fehlstellung des Vorderlaufs, Verdacht auf Lungenwürmer und einige Tage später erhielt ich die Mitteilung, dass beim Check auf Mittelmeerkrankheiten ein schwacher Babesiose-Titer festgestellt wurde. Na danke, das hätte nun wirklich nicht alles auf einmal sein müssen!
Mein teuerster Hund: bis jetzt hab ich ziemlich genau 1000 € für die Maus ausgegeben.

Aber wie das so ist mit der Gramerin und ihren Kötis: Mittlerweile hat sich Miga schon ganz toll in mein Herz eingeschlichen, auch wenn sie mir schon einige Schrecken bereitet hat:
Da wir bei unserem ersten Spaziergang-Versuch sehr schnell bemerkten, dass wir der Beagleline damit keine Freude machten, blieb ich am nächsten Tag mit ihr daheim, nützte aber das schöne Wetter, um etwas im Garten vor dem Haus zu werkeln - soweit dies halt vom Rolli aus möglich war. Miga war bei mir, untersuchte den Garten
.............. und entdeckte prompt ein Loch im Zaun.
So schnell schaute ich nicht, war sie draußen und zog ab, die Nase auf dem Boden. Mir wurde gleichzeitig heiß und kalt, da mir klar war, dass die Göre nicht so leicht einzufangen sein würde. - Ich flötete ihren Namen (warum eigentlich? Sie hatte bis zu diesem Tag noch nicht darauf gehört!), schnalzte mit der Zunge, pfiff, - nicht die geringste Reaktion! - Der Versuch, ihr mit dem Rollstuhl nachzufahren, scheiterte kläglich am weichen Untergrund unseres nicht geteerten Sträßchens.
Also musste ich wohl oder übel zurück ins Haus, um Männe anzurufen. - Kann mir irgendjemand sagen, warum dieser Mann ein Handy hat, wenn dieses so gut wie immer ohne "Saft" daheim auf seinem Schreibtisch liegt? - Ich rief eine Freundin an, die mir versprach, gleich und sofort zu kommen .................. Mittlerweile war Miga nirgends mehr zu sehen, aber unser Nachbar kam mit dem Auto heim. Er wollte sich gleich aufmachen, Miga zu suchen, aber da ich wenig Hoffnung hatte, dass er sie erwischen könnte, bat ich ihn, mir mein "Mamamobil" aus dem Stadl zu holen. Hilfsbereit wie er war ging er zum Tor, und dann hörte ich zu meiner Verblüffung: "Was wollen Sie denn, da ist sie doch!" - "Wie bitte?" - Nein, das konnte ich nun wirklich nicht glauben! Trotzem öffnete ich schnell das Gartentürl auf dieser Seite, und ................. Miga marschierte an mir vorbei in den Garten und gleich weiter ins Haus.
Sie hatte wohl Angst vor ihrer eigenen Unternehmungslust bekommen und schien sichtlich erleichtert, wieder "daheim" zu sein. - Und Männe hat an diesem Tag noch die Löcher im Zaun repariert!
In der Zwischenzeit hat Köti noch zwei Mal die Gelegenheit zur Flucht ergriffen, aber immer wieder nach einigen Metern Kehrtwendung gemacht und erwartet, dass sie umgehend wieder ins Haus durfte.

Habe ich schon erwähnt, dass diese kleine Beagleline mein Herz erobert hat? *grins*

                                         
                                         Die ersten "Revierverteidigungsgauzer"                             "Stella hilf, die Frau mit der Höllenmaschine (Staubsauger) ist wieder da!"

Wenn Miga Angst hat, dann ist Stella gut zum Kuscheln. Aber wehe, Miga liegt auf Stella's Polster und die Alte will sich dazu legen! Da kann der kleine Fratz ganz "gefählich" knurren! 

 

                                                     
                                                           Bei der abendlichen Joghurt-Ausgabe steht Miga schon in der vordersten Front!

 

15. April 2011

Keine größeren Probleme in der Kupfermühle!

Das kleine Miga-Mäuselchen hat sich recht gut eingelebt, ist aber immer noch für mich voller Rätsel!
Ein Beispiel: Miga steht morgens vor mir auf und holt sich vom Herrle ihr Frühstück mit der Morgenmedizin. Wenn sie dann zu mir ins Zimmer zurück kommt, und ich sie locke, schaltet sie ihren Propeller an und kommt freudig angetrabt ..................... bis auf etwa einen Meter. Dann wird abrupt abgebremst, der Schwanz geht auf "Halbmast" und ganz vorsichtig überwindet sie das letzte Stück. Die folgenden Streichel- und Knuddelrunden kann sie jetzt allerdings schon geniesen. Sehr große Angst kann sie aber vor mir nicht haben, denn sie hält sich grundsätzlich in dem Raum auf, in dem ich bin, und auch im Garten fühlt sie sich offensichtlich wohler wenn sie ab und an einen Blick auf mich werfen kann. Sieht sie mich nicht mehr, dann kommt sie unverzüglich zur Türe. 

An meinem Rolli kommt sie auch nur selten vorbei, ohne mich zu stupsen, um ein paar Streichler abzuholen.

Eine typische Beagle-Eigenschaft hat auch Miga: Sie ist verfressen und klaut alles Essbare, das sie erreichen kann. Vor ein paar Tagen hat Männe im Wohnzimmer den Tisch für das Abendessen gedeckt und auch schon die Schälchen mit dem Salat auf den Tisch gestellt. Ehe er an der Türe war, um das restliche Essen aus der Küche zu holen, war der Salat schon in Miga's Magen! Bei der allgemeinen Fütterung der Vierbeiner gibt es aber überhaupt keine Probleme: Alle drei Hunde bekommen ihre Schüssel innerhalb einer Fläche von etwa 1 1/2 qm, und keine(r) versucht, sich aus einer fremden Schüssel zu bedienen. 

  

A b e r: Was ist das für ein Beagle, der nicht "on tour" gehen mag? Herrle hätte es wieder einmal versucht, aber die Kleine war nicht bereit, sich weiter als etwa 30 m vom Haus zu entfernen. Vielleicht wird das ja besser wenn es wieder etwas wärmer wird, und ich mit"rollern" kann! Aber zu warm darf es auch wieder nicht werden, das verkraftet Stella nicht mehr! Und alleine lass' ich meine Prinzessin Schlappohr natürlich nicht daheim. Sie versteht es ja nicht, warum sie nicht mitkommen kann! 

     

Ja, meine Stella! Bei ihr merkt frau/man das Alter schon deutlich! Darf man/frau ja auch, schließlich wird sie im Juni (oder war's Juli?) schon 14 Jahre alt! Der Gedanke, dass meine kleine bunte Dampfwalze mich einmal verlassen muss, versetzt mich in Panik! Also ganz schnell diese Gedanken beiseite schieben, noch geht es ihr ja recht gut. So gut sogar, dass sie gestern Abend Beppos Spieli ganz ausgelassen durch die Luft geschleudert hat. Und dabei ist sie tolpatschig wie ein Welpe herumgesprungen. Das waren für mich ausgesprochene Glücksmomente!

  

Weniger glücklich ist Beppo, unsere eifersüchtige männliche Zicke. Ihm passt es gar nicht, dass noch bzw. wieder ein zweites Weiberl im Haus ist, das auch um die Gunst der Zweibeiner buhlt. Dafür hat er jetzt beim nachmittäglichen Spaziergang sein Herrle alleine für sich!
Tut mir leid, Bepperl! Aber Du warst auch froh, als Du das Tierheim verlassen durftest und Deine eigene Familie bekommen hast. Und Du kannst von Glück sprechen, dass Fraule nicht so kann wie sie möchte, denn sonst würden hier sich
erlich auch noch einige Pflegehunde herumwuseln. 

 

   

Hab' ich nicht brave Kötis?

 

 

31. Mai 2011

"keine Nachrichten sind gute Nachrichten!"

In der Kupfermühle geht alles seinen gewohnten Gang. Miga ist eine würdige Nachfolgerin von unserer Minnimaus, d.h. sie entpuppt sich auch als kleiner Giftzwerg, v.a. Stella gegenüber. Und: sie entwickelt sich auch mehr und mehr zum Herrle-Hund. Er wird begeistert begrüßt, wenn er eine Weile nicht in ihrer Nähe war, und er wird angesprungen, wemm sie meint, dass es Zeit für die nachmittägliche "Apfel-Jause" ist. - Ich selbst bin ihr offensichtlich noch immer etwas unheimlich - in meinem Rolli sitzend und fast immer mit einer Gehhilfe (Stock) in der Hand.

Glücksmomente für mich: Wenn sie - immer öfter - "einen Clown gefressen hat" und übermütig durch Haus und Garten tobt.

Was aber das Wichtigste ist: sie scheint jetzt ziemlich gesund zu sein, auch ihr Gangbild hat sich gewaltig gebessert. Ein kleines Peoblemchen sind ihre Ohren: da lässt sie mich nicht ran, alleine schaff' ich es kaum, sie zu reinigen. Ist aber auch verständlich, so wie sie ausgesehen haben als sie zu uns gekommen ist.

Was ich immer noch nicht verstehe: Mit Gassi kann man dem Mädl keien große Freude machen, sie wackelt aber mit und liest sogar ein wenig die Tageszeitung.   

                      

 

Appetit haben die Kötis immer, und ich kann von Glück sprechen, dass mir noch keiner verhungert ist während ich das Futter zubereite.  

            

                                          

 

Schaut 'mal, Eure Futterschüsseln sind schon fast fertig! Nur noch einmal umrühren!

 

 

 

25.Juli 2011

14 Jahre ist meine kleine "Prinzessin Schlappohr" alt geworden!         

          

   

Mehr als zwei Jahre bereichert meine bunte Dampfwalze nun schon unser Leben in der Kupfermühle! Was hat die Beagleline nur an sich, dass sie mir so sehr ans Herz gewachsen ist?
Schön ist sie ja ganz gewiss nicht mit ihren zahlreichen Lipomen! Aber was soll's? Schön bin ich auch nicht, da passen wir ja wunderbar zusammen! Und wahre Schönheit soll ja von Innen kommen - sagt man jedenfalls!

Und Stella hat nun mal ein wunderbares Wesen: Sie ist freundlich zu allen Menschen und Artgenossen, sie ist ruhig im Haus, sauber (wenn sie nicht gerade Kacke frisst!), schmusig, anhänglich, ........
Aber sie ist auch dickschädlig, stur und leidet an zeitweiliger Gehörlosigkeit - und das macht auch einen Teil ihres Wesens aus, einen Teil, den ich nicht missen möchte, denn der ermöglicht es mir, mich an ihr zu "reiben"!  - Und dann geniesen wir beide die Versöhnung!

Trotz ihres Alters ist Stella offensichtlich noch eine gute Jägerin:
Vor ein paar Tagen kam sie beschwingt und flotten Schrittes aus dem Garten, und lief ganz gegen ihre Gewohnheit an mir vorbei, ohne mich eines Blickes zu würdigen. Nanu?!? Was hatte das zu bedeuten? Da gibt es doch wohl nur eine Möglichkeit: Sie hat Beute gemacht!
"Huuugooo!" - "Ja, was ist denn schon wieder?" - "Komm schnell, ich glaub', Stella hat eine Maus gefangen!"

Da wurde Männe ganz schnell, er eilte ins Haus und kam ............. mit einer fetten Ratte wieder heraus!
Bravo, Stella, das hast Du gut gemacht!
Und ich musste grinsen: Vor ein paar Wochen beobachtete ich schon einmal, wie Stella mit einer Ratte im Maul Richtung Haus marschierte. Auf meinen Schrei kam damals meine Freundin angerannt und verfolgte die Jägerin. Und ich beobachtete voll Interesse die Szene! Was würde C. wohl machen, wenn sie Stella erwischt? Ihr graut doch mit Sicherheit noch mehr vor der Beute wie mir! ...................... Aber da kam auch schon Männe (leider?!?), übernahm die Verfolgung und konnte Stella ihre Beute abnehmen.
Als ich nun C. fragte, was sie wohl jetzt an Männes Stelle gemachte hätte, wechselte sie urplötzlich die Farbe im Gesicht, und über ihre Lippen kam nur ein leises "oh".

Mit solchen Erlebnissen muss ich bei Beppo nicht rechnen! Als wir in der Voliere der Wellensittiche eine Maus hatten, beobachtete der "kleine Schwarze" interessiert dei Versuche seines geliebten Herrles, den kleinen Vierbeiner zu vertreiben. Als die Maus einen Ausgang gefunden hatte und dann tatsächlich über Beppos Füße rannte, schaute der ihr nur verblüfft hinterher. Erst nachdem sie aus seinem Blickfeld entschwunden war, verfolgte er ihre Spur ...................... Ich hab's ja schon immer gesagt: der Hund ist etwas verquer!

Viel Freude macht mir momentan die "kleine Bunte". Miga kommt jetzt immer öfters zum Schmusen zu mir, und wird dann "zwangsgeknuddelt", d.h. ich heb' sie zu mir auf die Couch und knuddle sie so richtig durch. Das arme Mädl bleibt dann stocksteif so liegen, wie ich sie hingelegt habe, schielt auf den Boden und hofft auf eine günstige Gelegenheit, wieder abzutauchen. Da ich ja kein Unmensch bin, darf sie das auch ziemlich schnell. - So gaaaanz schlimm kann die Prozedur aber nicht sein, denn das Muggl-Mäuselchen kommt immer wieder freiwillig zu mir zur Couch!
Miga ist eine ganz sanfte Hündin, die nur in Ruhe gelassen werden will. Sie kommt mir manchmal vor wie ein scheues Rehlein.
So richtig wach und munter wird sie allerdings - beagletypisch - wenn es etwas zu futtern gibt. - Dann kann Miga sogar herumspringen!

 

Auch sie hat mir vergangene Woche einen gehörigen Schreck eingejagt. Ich stand mit meiner Freundin (sie hilft mir ja im Haushalt) zusammen auf der Terrasse, als wir aus Richtung Weiher komische Geräusche hörten. Da in dieser Richtung auch die Straße ist, dachten wir zuerst an ein Auto, bis uns klar wurde "da jammert ein Hund!" C. rannte in die Richtung, und sehr schnell hörte ich "Miga komm, lauf zum Fraule! komm, Mädl, komm, geh' zum Fraule!" Ich lockte auch, und da kam langsam ein jämmerlich hinkender Hund um die Ecke. Eine schnelle Untersuchung zeigte eine blutende Kralle. Miga hatte offensichtlich am Zaun gebuddelt und war mit der Kralle im Maschengeflecht hängen geblieben! 
Genauer ließ sie sich nicht untersuchen, deshalb rief ich bei der TÄ an. Diese beruhigte mich, meinte ich solle etwas abwarten, meist sähe das schlimmer aus als es tatsächlich ist. Und so war es dann auch: die Blutung wurde schnell geringer, und nach kurzer Zeit lief Miga wieder fast normal durchs Haus. Uff - Gottseidank!
 

 

 

27.Oktober 2011

Das Jahr 2011 geht mit großen Schritten auf sein Ende zu! - Wo ist bloß die Zeit geblieben?

In der Kupfermühle geht alles seinen gewohnten Gang, auch wenn wir alle einen Gang zurück schalten mussten.

Allerdings macht mir Stella momentan etwas Sorgen: Sie baut von Tag zu Tag ein klein wenig mehr ab!
Vor ein paar Wochen fing sie nachts an zu wandern. Raus aus dem Wohnzimmer, Richtung Arbeitszimmer, Küche - nun ja, vielleicht musst sie ja mal "außertourlich". Also hab ich ihr die Türe zum Garten aufgemacht, sie ging auch raus, blieb aber unmittelbar vor der Türe stehen. "Was soll ich denn da?" - "Ich denke, Du musst pieseln?" - "Nö, nie nicht, muss ich nicht!" - "Na, dann komm halt wieder rein!" ................... Wieder zurück im Haus ging die Wanderschaft weiter: ins Wohnzimmer, hingelegt, aufgestanden, treppauf, treffab, wieder ins Wohnzimmer, hingelegt, und die ganze Tour wieder von vorne. - Wenn ich sie ansprach, dann wandte sie zwar den Kopf in meine Richtung, ich hatte allerdings das Gefühl, sie schaue durch mich hindurch.
Irgendwann ist sie dann doch eingeschlafen, und ich auch.
Gleich am nächsten Morgen hab' ich Männe mit ihr zum TA geschickt! - Als sie schon unterwegs waren fiel mir ein, dass Hugo ein paar Tage vorher das alte Weiberl dabei erwischt hatte als sie Zwetschgen mitsamt den Kernen futterte. Ich rief beim TA an, Stella wurd geröntgt, und tatsächlich konnten die Kerne im Darm "geortet" werden! - Sollten die tatsächlich in der Nacht gezwickt haben? - Ich konnte es nicht so recht glauben.
Tagsüber war Stella wie üblich relativ fit und lustig, mir fiel allerdings beim "Gassi" auf, dass sie nach ein paar Metern schnellen Laufens ganz langsam dahin trottete und am liebsten stehen geblieben wäre. Als sie dann auf dem Feldweg von der Flexi an die Schleppleine umgehängt wurde, rannte sie wieder problemlos hinter mir her. - Aber kaum wurde es am Abend dunkel, sprang meine Alte plötzlich auf und startete wieder ihre Wanderschaft. .................
Diesmal hatte ich allerdings das Gefühl, dass sie vor irgendetwas Angst hatte und fliehen wollte. Meine gelassene Stella, die nichts und niemand aus der Ruhe bringen konnte!  Allerdings brachte mich das auf die Idee, ihr einmal Rescue-Globoli zu geben! Einmal 5 Stück am Abend und dann noch einmal 5 Stück zum Schlafengehen. Der Erfolg: Wir hatten wieder eine ruhige Nacht, und ich konnte auch wieder alleine ins Bad.
Diese - ich sag' 'mal - "Angstattacken" wiederholten sich noch zwei Mal, seit etwa einer Woche haben wir - auch ohne Globuli - ruhige Nächte!

Die "sto-and-go-Spaziergänge" hat sie allerdings beibehalten! Aber wir haben ja Zeit! Und Klein-Miga kann/mag ja auch nicht schneller laufen als unbedingt nötig. - Für Beppo haben wir jetzt einen Stock dabei, den wir für ihn werfen, denn er mag noch immer rennen. 

  

                                                                                         schnell, schnell Leckerlies gibt's                        Geh', brauch halt nicht soooo lang!     

 

   

   

 

 

Dezember 2011

Eben noch Fotos von Spaziergängen auf herbstlich grünen Wiesen und Feldern, und jetzt kommt schon Weihnachten mit großen Schritten!

Bei den vierbeinigen Bewohnern hat sich nicht viel geändert, oder doch: Stella schläft nachts wieder meistens durch und ist auch bei den Gassi- und Leckerliesuchrunden wieder besser dabei! Ja, sie rennt sogar kleine Strecken neben dem Mamamobil her - in der Hoffnung, dass da etwas runter fällt .................

Da in einem "meiner" Hundeforen nach weihnachtichen Fotos unserer Kötis gefragt wurde, hab' ich halt wieder einmal die Weihnachtsmannmütze hervorgeholt. Die Weibsen haben's mit stoischer Gelassenheit über sich ergehen lassen, Zickerich Beppo meinte allerdings "nicht mit mir!" ......................... 

     

 

 

Und noch ein Foto von unserer "nachmittäglichen" Kaffepause. Die beiden Weibsen liegen ganz dicht beisammen und an Fraules Füßen, es könnten ja Krümel 'runterfallen - tja, Fraule wird halt "datterich". Beppo liegt derweilen entweder direkt bei mir unter der Couch, oder unter Herrles Beinen.

 

 

Weiter geht's auf Seite 2 vom Tagebuch! www.meine-wohlstandsmuellhunde.de/tagebuch_2012/

 

Wir schenken unseren Hunden ein klein wenig Liebe und Zeit. Dafür schenken sie uns restlos alles, was sie zu bieten haben. Es ist zweifellos das beste Geschäft, was der Mensch je gemacht hat.
Roger Andrew Caras (1928 - 2001), Präsident des britischen Tierschutzvereins

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

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