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Nein, auf der Seite mit den beiden Vierbeinern, die uns verlassen haben, möchte ich nicht weiterschreiben!

 

Aber das Leben geht weiter, ich muss und will nach vorne schauen!

Deshalb:

 

1. Jänner 2015

Schon seit Monaten schaue ich nach einem neuen Senior, der in der Kupfermühle seinen Lebensabend verbringen darf. Aber ich hab' nix passendes gefunden - entweder es waren Rüden - geht nicht wegen Beppo -, oder intakte Weiberl - geht auch nicht wegen Beppo -, oder sie waren ganz einfach zu jung, d.h. unter 10 Jahren, oder, oder, oder ...........

Am Tag als Beppo uns verließ schaute ich gewohnheitsmäßig auf die Beagle-Nothilfe-Seite - da waren plötzlich zwei Rüden, die nach einem schrecklichen Schicksal - in einem französischen TH auf ihre Familie (oder den Tod) warteten. - Aber so schnell wollte ich mich jetzt doch nicht entscheiden!
Da mir die beiden Opis aber nicht aus dem Kopf gingen, mailte ich am nächsten Tag einen der Betreiber der hp an. Seine Antwort verblüffte mich: "Du weißt aber schon, dass die R. (sie hat mir meinen ersten Beagle, Dolly, ins Haus gebracht und ist Pflegestelle für Notbeagles v.a. aus Ungarn) gerade zwei alte Weiberl bekommen hat?!" - Nein, das wusste ich nicht! - Also hab' ich postwendend R. geschrieben ............................ und bekam als Antwort Fotos: Schon das erste rührte mein Herz: eine kleine Omi, etwas moppelich, mit grauem Gesichtchen und tiefen Sorgenfalten. Beim zweiten Foto blieb mir allerdings dann fast das Herz stehen: Stella!!!!! So musste mein Seelenhund in jüngeren Jahren ausgesehen haben! Und als R. zur Charakterisierung u.a. sagte "lieb, schmusig, verträglich mit Artgenossen, die ruht in sich", da war mir klar: Das soll meine nächste Hündin werden! 

Wenn da nicht Stella und Beppo zusammen gearbeitet haben!

Jetzt heißt es also wieder einmal: warten und hoffen dass die Beagleline bald in der Kupfermühle einziehen darf!

 

 

4.Jänner 2015

Paula ist da!

Und Stella und Beppo haben ganze Arbeit geleistet! Paulinchen ist ein Traumhund!

Ich kann allerdings nicht so ganz glauben, dass sie schon 11 Jahre alt sein soll - wie es im Impfausweis steht. Aber der wurde offensichtlich von einem Verein oder einer Pflegestelle in Ungarn ausgestellt, das Alter ist wohl geschätzt.

Während ich gestern am Nachmittag auf den versprochenen Anruf von Pflegefrauchen R. wartete und versuchte, mir am Computer die Zeit zu vertreiben, fuhr plötzlich ein Auto vor unseren Gartenzaun, es stieg eine Frau aus mit einem Beagle an der Leine. R. mit Paula! Und etwa zwei Minuten später war es um mich geschehen!
Paula ist eine wunderschöne Beageline ......................... so müsste meine geliebte Stella in jüngeren Jahren ausgesehen haben! Und auch das Wesen scheint sehr ähnlich zu sein! Paulinchen ist durch so gut wie nichts und niemanden zu erschüttern! Selbstbewusst marschierte sie durch das Haus und erkundete ihre neue Bleibe! Wie gut dass ich schon unsere Mini-Leckerle bereit gestellt hatte, denn nur so konnten wir ihre Aufmerksamkeit auf uns lenken. - Einen Namen hatte sie ja auch noch nicht, zumindest konnten wir den in ihrem ungarischen Impfpass nicht entziffern.
Und was sagte Miga zu ihrer neuen "Partnerin"? - Sie stellte sicherheitshalber erst einmal eine Bürste von vorne bis hinten! Ja, sie war offensichtlich Empörung pur! Aber Paula war das sowas von schnuppe, sie beachtete die Kleine gar nicht! 

Da R. gesundheitlich sehr angeschlagen war, erledigten wir zügig "das Geschäftliche", tauschten Halsband und Geschirr aus, R. erzählte schnell noch, dass Paula bevorzugt im Bett schlafen würde und noch nicht ganz sauber sei, und dann waren wir allein mit unserem "neuen alten Hund." Das war der Omi jetzt offensichtlich doch nicht ganz geheuer, denn sie hypnotisierte die Haustüre, wohl in der Hoffnung, dass das alles nur ein böser Traum sei.

Um sie etwas abzulenken nahm Männe das Weiberl an die Leine und ließ sie den Gartn erkunden. Dort erledigte sie auch brav ihre Geschäfte und ging dann zum Haus zurück.

Noch einmal gab es einen spannenden Moment zwischen ihr und Miga, als beide Weiberl versuchten, gleichzeitig mit mir (im Rolli) durch die Wohnzimmertüre zu kommen - dabei wollte aber die eine hinein, die andere heraus! Für einen kurzen Moment versteiften sich beide und die Schwänze gingen auf "Halbmast". Ein scharfes "Ey, was soll das werden?" reichte aber um den Burgfrieden wieder herzustellen!

     

Die abendliche Tablettenausgabe verschlief Paula in meinem Bett, mit dem Betthupferl - einem gepressten Kaustangerl - wusste sie nichts anzufangen. Sie trug das Teil mindestens 15 Minuten um den Tisch, knabberte zwischendurch immer ein klein wenig daran herum und wanderte weiter. - Und ich hatte befürchtet, sie könnte Miga deren Knochen streitig machen wenn sie mit ihrem eigenen fertig ist!

In der Nachte wachte ich auf und hörte nur bekannte Geräusche: 'mal schnarchte es rechts von mir- Miga in ihrem Betti, dann auf der linken Seite - Paula auf der Couch. Soooo schön! ........................... Aber dann stieg mir ein etwas unangenehmer Geruch in die Nase! Ich folgte ihm, entdeckte die Ursache allerdings erst als mein Rolli sich nicht mehr richtig lenken ließ, und da steckte ich auch schon mittendrin! Also war nächtliches Putzen angesagt! ........................... Für den Rest der Nacht war allerdings dann Ruhe - mit gemütlichem Schnarchen.

Heute vormittag ließen mich seltsame Geräusche aus der Küche aufhorchen.Männe hatte einige Zeit zuvor angekündigt er würde mit Paula jetzt in den Garten gehen und dort etwas Schnee wegräumen, ich könne noch etwas schlafen. Aber da war an Schlaf natürlich nicht zu denken, ich musste jetzt doch 'mal nach dem Rechten sehen! Und nun bekam ich fast Freuden-Pipi in die Augen: Da stand Männe, Paula sprang ihn quietschend an, und Männe strahlte: "Die will doch tatsächlich mit mir spieln!" Und dann brachte sie ihm auch noch Beppo's Spieli! Sooo schön! 

 
Der Rest des Tages ist völlig unspektakulär verlaufen!
 
Bei der Futterausgabe hat mich Paulinchen allerdings verblüfft: Wie gesittet ein Beagle doch seine Schüssel leeren kann - wenn man davon absieht, dass das Weiberl zuerst sorgsam ausgelesen hat was schmeckt und was weniger toll ist. Aber letztendlich waren Schüssel und Boden blank geleckt!
 
Momentan bin ich völlig glücklich mit meinen zwei Beaglelinchen, und ich freue mich, dass das Experiment "alter Hund" wieder so toll angelaufen ist!
 
 
 
16. Jänner 2015
 
Paula ist doch ein richtiger Beagle!!!! - Und eine echte Ungarin mit Pfeffer im A....... (Po) - Und: ein Herrle-Hund, d.h. für Futter, Streicheleinheiten und einen warmen Platz im Bett bin ich zuständig, aber wehe Herrchen verlässt das Haus - dann muss die arme Beagleline bitter weinen! (das hatten wir doch schon einmal!)
Und noch jemand liebt sie aus ihrem ganzen Beagle-Herzen: Cornelia, meine Freundin, die mir im Haushlt hilft! Das erste Treffen war für mich verblüffend: Als Cornelia am Montag nach Paula's Ankunft kam war ihre erste Frage natürlich: "Ist der Hund da? Wo ist sie denn?" Paula drehte gerade ihre Garten-Kontollrunde, also ging auch C. hinaus, um Paula zu suchen. Ein Ruf, ein Pfiff, und das Weiberl galloppierte mit fliegenden Ohren auf C. zu. Etwa 1 m vor C. blieb sie jedoch mit erhobener Pfote stehen, musterte C. .................... und begrüßte dann die Freundin als wäre die ihr lange vemisstes Fraule! (Ich war fast ein wenig eifersüchtig!) 

Die gesittete Futteraufnahme? - Nun ja, Paula schlingt zwar (noch) nicht so wie meine anderen Beagles es taten, aber ihre Schüssel ist jetzt auch ganz schnell leer! Und die Zubereitung des Futters wird lautstark kommemtiert! Ja, die Oma ist sehr "beredt"!

Wo schläft eine Beagle-Omi?
Natürlich in Fraules Bett! Ich hatte zwar befürchtet, dass da der Platz nicht ausreicht, denn ich schlaf' ja schon seit Jahren (genauer gesagt: seit Irma auf der Treppe zum 1. Stockwerk nicht mehr sicher war) auf der 2-Sitzercouch im Wohnzimmer! Aber es klappt tatsächlich: Paula steigt über meine Füße und kuschelt sich dann in die Kniebeuge! Und Fraule freut sich! Endlich wieder ein Hund, der aufs Sofa kommt! Für Beppo war, und für Miga ist es ja eine Strafe, aufs Sofa zu "müssen", und Stella hat es während ihrer letzten Wochen leider nicht mehr geschafft. (Ach Stella, ich vermiss Dich noch immer so sehr!)
 
 
 
Und Miga?
Die kleine Maus meint noch immer, dass es ohne Paula viel schöner in der Kupfermühle gewesen war, sie hat der "Neuen" auch schon ein paar Mal die Meinung lautstark gekläfft, aber sie scheint es doch zu akzeptieren, dass wieder so eine "bunte Dampfwalze" dafür sorgt, dass Leben in Haus und Garten ist.
 
 
25. Jänner 2015
 
Miga's Krallen müssen wieder einmal geschnitten werden (sie wachsen sehr schnell und sind extrem hart und schwarz, deshalb überlasse ich diese Aufgabe unserem Tierarzt - der sie nach Möglichkeit an seine Frau weiter schiebt).
Bei dieser Gelegenheit könnten Cornelia (als Fahrerin) und Männe eigentlich auch gleich Pauline anschauen lassen! -
Tja, das war wohl keine sooo gute Idee, die beiden Zweibeiner berichteten beim Heimkommen nämlich, dass sich die Bunten im Wartezimmer gut benommen hätten, dann allerdings beide nach dem Veterinär schnappten! Aber pfui, das hat doch zumindest die kleine Miga-Maus noch nie getan! Dass Paula ja gerne 'mal abschappt wenn ihr etwas nicht passt, hatte ich schon am eigenen Leib erfahren
und auch den TA vorgewarnt.
 
Ja, die Paula-Oma (die übrigens vom TA auch auf etwa 10 Jahre geschätzt wurde!) hat offensichtlich auch ein schweres Bündelchen an unschönen Erinnerungen mitgebracht. Sie kann übermütig wie ein Welpe sein, dann bringt sie Beppo's Spielie, wirft es einem vor die Füße und fordert lautstark, dass es geworfen wird. Wie die Omi dann flitzen kann! Mit fliegenden Ohren und lachenden Augen bringt sie das Teil dann zurück und wartet ungeduldig darauf, dass die Aktion wiederholt wird!
Und dann - als würde ein Hebel umgelegt - steht sie starr mitten im Raum und schaut verängstigt zum Fenster als hätte sie dort einen bösen Geist gehört oder gesehen. Beim Schlafen lässt sie den inneren Druck offensichtlich in flüssiger Form ab. - Ich bin zwar in Paula total vernarrt, aber mehrmals am Tag Bettwäsche wechseln und selbst die Zudecke waschen zu müssen, macht mich nicht gerade glücklich!
Was mir aber sehr zu denken gibt: Wenn man versucht, die Schwanzwurzel des Weiberls zu kraulen, klappt sie schlagartug den Schwanz zur Seite, knurrt und schappt nach der Hand! ............................... Ich befürchte, dass Paula "vergewaltigt" wurde, d.h. dass sie gegen ihren Willen gedeckt werden sollte! - Vielleicht hat sie ja solch einen erzwungenen Deckakt in schmerzlicher Erinnerung!  *grrrr*
 
  
 
 
 
 
2. Februar 2015
 
Hurra, Paula ist - fast - trocken! Ich hatte wohl recht mit meiner Vermutung, dass die alte Beagleline im Schlaf Druck in flüssiger Form ablässt! Ja, ich kann meistens schon voraussagen wenn es wieder passieren wird: z.B. wenn unser Installateur im Haus arbeitet - ein ausgesprochen hilfsbereiter und freundlicher Mann, aber sehr "voluminös " und laut.
Das Abschappen wird auch immer weniger seit sie einige Male einen "Freiflugschein" vom Sofa 'runter bekommem hat. Eine Nacht im Hundekorb scheint für die Omi eine ganz schlimme Strafe zu sein!
 
Ach ja: Paulinchen hat auch gelernt, dass hund das nächtliche Kaustangerl-Betthupferl in aller Ruhe knabbern kann! Sie holt es sich, springt auf den Hocker beim Couchtisch (s. Bilder oben), und vertilgt es in aller Ruhe! 
Die Fütterung meiner beiden Raubtiere: Wenngleich Paula jeden Tag erst in letzter Sekunde vor dem Verhungern gerettet wird, so leert sie ihre Schüssel doch total manierlich und kontrolliert Miga's Schüssel erst, wenn die Kleine abgezogen ist.- Braaaver Hund!
 
Noch ein paar Fotos:
 

                               

 

                                

 

 

20. Febr. 2015  

Paula's Taschengeld wird gkürzt! 

Okay: die zusätzlichen Waschmaschinenladungen mit eingenässter Bettwäsche sind Vergangenheit! Jippieyeah!

A b e r:

Schandtat Nr. 1:
Ich sitz im stillen Örtchen, als plötzlich a
us dem Wohnzimmer ein Scheppern und Klirren zu mir dringt, als wäre der Glasschrank mit den Sammelgläsern und  -porzellan umgefallen . So schnell wie möglich beende ich meine Sitzung und eile zum "Tatort". Schon von der Türe aus sehe ich - nein, der Schrank steht noch ordnungsmeäß an Ort und Stelle, aber der Couchtisch ist merkwürdig leer! (Da ich momentan die meiste Zeit des Tages "aus gesundheitlichn Gründen" auf der Couch verbringe, hab' ich meine Medizin und sonstige wichtige Habseligkeiten - u.a. mein Strickzeug! - vor mir auf dem Tisch aufgebaut)  Beim Näherkommen muss ich mit Entsetzen erkennen, dass eine seltsam riechende, bräunliche Brühe - ein Gemisch aus dunklem Bier und Milchkaffee - vom Tisch auf den rel. hellen Teppich tropft. Und Paula steht auf einem der Hocker, betrachtet das Stilleben und ist sichtlich enttäuscht, dass keine Reste von den Tomaten mehr übrig sind! ! 

Paula und die Tomaten (sie ist süchtig danach!)

http://user2.web-gear.com/wohlstandsmuellhunde/Tagebuch_2015/Paula_Tomaten_440.jpg  

Würde man Paula die Wahl lassen zwischen Tomaten und Fleisch ............................... sie würde wohl die Tomaten wählen!
 

Schandtat Nr. 2:

Ich sitze am Küchentisch, Paula kommt durch die Hundeklappe aus dem Garten herein und marschiert mit hoch erhobenem Kopf und ebensolchem Schwanz an mir vorbei Richtung Wohnzimmer.

Upps, so ist doch Stella auch einmal an mir vorbei gelaufen, und damals ................................ hatte die eine Ratte im Fang! *brrr*

Hat Paula nicht auch eine merkwürdig dicke Schnauze?!?
Ich lass' meine Arbeit liegen und verfolge Paula ins Wohnzimmer. Da liegt sie mit ihren dicken Backen in der Mitte des großen Raums und schaut mir stolz und gleichzeitig herausfordernd entgegen. (Ja, ja, ich weiß, das ist "vermenschlicht", aber wir Hundemenschen sind ja unter uns!) - Hängt da nicht auch noch etwas Langes, Graues, Dünnes auf der Seite heraus? .............. Jetzt ist mir klar: Sie hat eine Ratte oder zumindest eine Maus erbeutet! *igittigittigitt*
"Paula pfui, gib's aus!" - Paula flitzt um den Couchtisch, den Esstisch, kommt zurück - sichtlich enttäuscht, dass Fraule das Spiel namens "fangen" nicht mitmacht. Sie fordert mich zu einer Wiederholung auf! NEIN, ohne mich! - Ich schalte um: "Schau, dass Du 'naus gehst!" ....... Die scharfe Ansage, unterlegt mit heftigen Gesten mit meinem Gehstock zeigen Wirkung, Paula flitzt zur Türe Und verschwindet durch die Klappe! Uff, Gottseidank!
Männe steht derweilen neben der Türe und grinst: "Die wird gleich wieder da sein!"

Tatsächlich: Die Klappe geht auf, und herein kommt die Bunte mit stolz geschwellter Brust, dicken Backen, .......
"Paula, NEIN, Du bleibst draußen!" Mein Stock zeigt erneut Wirkung, aber wieder nur für ganz kurze Zeit!
Da sagt ein kleines Männlein in meinem Hinterkopf: tauschen!
Stimmt, so hab ich's doch gelernt! - Ich hol' also die Dose mit den Leckerlies, zeig' sie Paula und erklär' ihr: "Wenn Du mir Deine Beute gibst, dann bekommst Du auch was ganz Feines!"  (Paula versteht natürlich jedes Wort! *grins*) - Tatsächlich lässt Paula ihre Beute fallen, schnappt blitzschnell nach dem Bröckchen, das ich ihr angeboten habe, und hat auch schon wieder ihre Beute im Fang! So schnell konnte ich nicht erkennen was es war! - Neue Strategie: Ich werf ein Leckerlie etwas von ihr weg! - Gut gedacht, aber die Bunte ist zwar nicht mehr die Jüngste, hat aber ein helles Köpfchen - sie rennt mit der Beute im Maul dem Bröckchen nach und holt es sich außerhalb meines Einflussbereichs!
Jetzt werde ich richtig "stinkig": Ich schapp mir die Kleine, halte sie am Nackenfell fest und lass einen Brüller los! (Ja, ich weiß, das sollte man/frau auf keinen Fall machen, aber ein Hund im Wohnzimmer, der eine gut durchge"knatschte" Ratte (die möglicherweise sogar noch "ein bisschen" lebt )herum trägt, ist nicht lustig! Und ich hab' Erfolg, Paula lässt ihre Beute fallen! ........................................ Und da liegt er nun, der ............... Meisenknödel, an den Männe schon eine Schnur zum Aufhängen befestigt hatte!
Wenn es auch ein längerer Kampf war, jetzt muss ich das Weiberl doch loben und belohnen, dass es die heiß umkämpfte Beute abgegeben hat.
Und was macht Paula? - Sie flitzt wieder in den Garten, kommt umgehend wieder herein, wirft mir einen Meisenknödel vor die Füße, springt auf einen Hocker und stuppst die Dose mit den Leckerlies an, die auf dem Couchtisch steht.

Hab' ich schon erwähnt, dass Paula ein schlaues Köpfchen hat?


Schandtat Nr. 3:

Ich sitze im Wohnzimmer, höre die Hundeklappe, und da kommt auch schon Paula angeflitzt mit Männe mit Schlepptau. "Paula hat eine Ratte!" - "Ja, ist schon Recht, warum hast Du den Eimer mit den Meisenknödeln nicht fest verschlossen?" - "NEIN, Paula hat wirklich eine Ratte!"
Nicht schon wieder!
"Paula pfui, gib's aus!" - Aber nein, Paula will wieder "fangen" spielen! Ohne mich! Ich nehm meinen Stock und knall ihn auf den Couchtisch und ........ Paula lässt die Ratte fallen und macht noch einen Satz zur Seite. Feiiiiines Mädchen! - Was nun? Zwischen mir und der Ratte ist die lange Seite des Couchtisches, Paula sitzt etwa zwei Meter neben der Ratte und äugt immer wieder interessiert zu der verlorenen Beute. "Huuugoo, Hiiilfeee! - Pfui Paula, pfuiii! --- Huuuugooo!!!"
Nach einer gefühlten Ewigkeit kommt mein "Retter in der Not" und entfernt das "Corpus delicti", und Paula bekommt natürlich wieder ihre Belohnung.

 

Schandtat Nr. 4:

Ich bin gerade aufgewacht, mag' noch nicht aufstehen., setz' mich aber zumindest schon 'mal auf, wickle mich in meine Zudecke ein und döse vor mich hin. Da kommt die bunte Oma springt mit Hurra auf die Couch, landet etwas unsanft auf meiner Hand/Unterarm und ringelt sich zufrieden grunzend neben mir ein.  So darf der Tag beginnen!
Da hör' ich das Telefon. Ist mir im Moment ziemlich wurscht, ich hab' keine Lust mit jemand zu sprechen, und außerdem komm' ich eh' nicht mehr rechtzeitig dran. Schnell genug war aber Männe, denn der kann das Läuten nicht ignorieren. Mit einem halben Ohr höre ich ihn "das glaub' ich nicht, ich kann sie aber 'mal fragen!" - "Nein, ich mag' nicht! Vielleicht soll ich jetzt sogar noch denken?!?" - Und schon ist er da: : "Hast Du den Notruf ausgelöst?" (ich hab' seit einiger Zeit ein Notruf-Armband, denn sowohl Männe als auch ich sind gesundheitlich etwas angeschlagen) "Nein, hab' ich nicht!" - Meine bessere Hälfte gibt meine Antwort weiter, und gut ist's. Aber mir wird's nachträglich ganz anders: Da hat wohl Paula bei ihrer Landung auf der Couch und meinem Arm den Notrufknopf erwischt?! - Ich mag gar nicht daran denken was gewesen wäre wenn Männe nicht ans Telefon gegangen wäre! .....................................

Aber sonst geht's uns relativ gut!
 


 
1. Mai 2015

http://user2.web-gear.com/wohlstandsmuellhunde/Tagebuch_2015/Paula__Miga_Collage2_440.jpg
Collage!

Geschafft!

Eine relativ harte Zeit - für Zwei- und Vierbeiner! - liegt hinter uns! Paula hat uns so manches Rätsel aufgegeben! Einerseits war sie ein Frechdachs, ein lustiger Clown, über den wir uns täglich freuten, und der uns immer wieder zum Lachen brachte. Und dann, ganz plötzlich, ohne für mich erkennbaren Grund, stand sie irgendwo im Raum, Panik in den Augen, zitternd. Von einer Sekunde auf die nächste schien sie ein anderer Hund zu sein, ein Häufchen Elend. Aus diesen Phasen konnte ich sie GsD recht schnell "heraus holen" indem ich ruhig mit ihr sprach, aber mir tat die Kleine unendlich leid.

Was geblieben ist: Ihre Zurückhaltung fremden Menschen - besonders Männern - gegenüber. Als sie in die Kupfermühle kam, ging sie offen auf alle Menschen zu. Schon bald folgte allerdings eine Phase des "Fremdelns": Männe und ich waren okay, ihre Freundin C. liebt sie bis heute noch, andere Menschen mussten und müssen nicht sein. Nun gut, damit können wir leben. 

Über die Vergangenheit der bunten Oma konnte ich leider nichts in Erfahrung bringen. Ich hab aber die - fast tollkühne - Vermutung, dass Paula im deutschsprachigen Raum in einer bestimmt nicht schlechten Umgebung gelebt hat: Als sie Stella's Futterball fand, wusste sie sofort wie sie damit umgehen muss, damit sie an die begehrten Leckerlies kommt. Sie spielt begeistert mit ihren Zweibeinern, apportiert ihren Ball, macht "Männchen" und hat sofort begriffen, dass sie auf einen der Hocker springen muss wenn ich mit dem "Ausgehgeschirr" komme.  (An der Leine zieht sie allerdings wie ein Trekker! - Beagle!!!)
Ich hab' sogar das Gefühl, dass sie mit einem Target abgerichtet wurde, denn sie dockt so gut wie an allem an was ich ihr anbiete.
Aber wie kam sie nach Ungarn, wo sie angeblich aufgegriffen wurde? Lebte sie vielleicht in Österreich und geriet bei einer Jagd über die Grenze? War sie mit ihren Leuten in Ungarn im Urlaub und ist sie dort vielleicht ausgerissen? Wurde sie ausgesetzt? Oder wurde sie vielleicht sogar gestohlen und sollte in Ungarn für die Zucht verwendet werden? (Ich hab' ja früher schon die Vermutung geäußert, dass sie möglicherweise "zwangsgedeckt" werden sollte oder wurde!) Wir werden es wohl nie erfahren, und das ist auch besser so!

Ich kann allerdings sagen: Paula ist eine ganz tolle Hündin! Sie ist freundlich, Fremden gegenüber zurückhaltend aber keineswegs aggressiv, und sie respektiert  Miga als Chefin - und Miga ist sichtlich "aufgeblüht" seit Paula im Haus ist!

 

 

1. Juni 2015

Paula ist umgezogen .....

.... vom engen Platz in Fraules Bett

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ins Eigenheim!


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Upps - ein Fall für die "Bauretter"?
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Tja, da müssen sie wohl den "Bau" vor Paula retten? :oma:

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Paula hat mittlerweile ordentliche Fortschritte gemacht und offensichtlich zumindest Teile ihrer Vergangenheit vergessen oder zumindest verdrängt: Ich darf sie jetzt überall anfassen! Es scheint ihr zwar immernoch nicht ganz geheuer zu sein, aber sie schnappt nicht mehr ab, sondern vezieht sich wenn es ihr zu viel wird.
Heute früh hatte sie wieder einmal eine Panikattacke, aber sie blieb nicht starr sitzen, sondern flüchtete zu mir ins Bett! Dort konnte sie sich nach wenigen Minuten ziemlich entspannen und wieder etwas dösen.

Was mich fasziniert: Miga ist ja nicht der Hund, der mit Artgenossen Körperkontakt mag, und Paula wurde schon öfters mit Knurren vertrieben wenn sie der Kleinen zu dicht auf den Pelz rückte. Wenn Paula aber vor irgendetwas Angst hat (z.B. wenn sie in einem unbeobachteten Moment auf den Esstisch springt, dort in aller Ruhe die noch vorhandenen Reste der vorangegangenen Mahlzeit frisst, und Fraule tobend und drohend ihren Stock schwingt (keine Angst! Beagle Paula vergisst sehr schnell und kommt dann wieder mit einem Gesichtchen "Hast Du mich wieder lieb? - Dann kann ich ja weiter suchen ob ihr noch irgendwo irgendwas vergessen habt!"), dann darf Paula sich hinter ihr "verstecken". :nick: Miga, die starke Beschützerin! :biggrins:

 

 

10. Juli 2015

Zwei Schritte vor  - einen zurück! Meine Beagle-Paula-Omi wird momentan wieder ordentlich von ihren Panik-Attacken geplagt. Zeitweise war es so schlimm, dass sie wieder einige Male eingenässt hat! Dazu kommt jetzt auch noch Gewitterangst. Und dabei war es bis jetzt noch gar nicht sooo schlimm mit Blitz und Donner! Aber beängstigend genug für die Bunte, dass sie auf ihr "Betthupferl" verzichtet und sich unter unter der Couch verkriecht. Wenn ich ihr nur helfen könnte!

Aber GsD überwiegen die Zeiten, in denen ein lustiger Beagle-Clown in der Kupfermühle herum"wuselt", uns mit ihrer Fröhlichkeit erfreut und meine Nerven zeitweile nahezu überstrapaziert. *grins*.
Ich denke da z.B. an einen Vormittag, als ich aufstand und keine Paula entdecken konnte. Nun ja, vielleicht war sie gerade auf ihrem Garten-Kontrollgang, dann müsste sie ja in absehbarer Zeit wieder auftauchen. - Aber keine Paula kam. Ich rief, ich pfiff, ich flötete, ......... nichts! (Dazu muss man allerdings wissen, dass Beagles dazu neigen, zeitweise ihr Gehör zu verlieren!)

Jetzt wurde ich gehörig unruhig: Sollte Männe eines der Tore zum und im Garten nicht richtig verschlossen haben? Dann hat sie mit Sicherheit die Gunst der Stunde genützt! Also schickte ich ihn los auf Erkundungstour durch das Grundstück. - Wieder nichts! - Außer mir vor Angst und Sorge rief ich meine Freundin zu Hilfe! Sie kam sehr schnell, untersuchte auch Garten und Scheune - nichts! 
Da blieb uns wohl nichts anderes übrig als die Umgebung abzulaufen bzw. zu fahren! Sch..., Sch..., Sch....!

Ich öffnete die Haustüre, und da kam eine total verschlafene Paula die Treppe aus dem ersten Stock herunter! Da oben hat sie doch noch nie gepennt! *grrrgrins*


Nachdem der Sommer jetzt mit Macht zugeschlagen hat, können wir mit unseren beiden Oldie-Damen nicht auf Achse gehen. Zum Ausgleich bekommen sie am späten Nachmittag im Garten Leckerlies geworfen - und wehe, ich bin nicht rechtzeitig zur Stelle! Dann fordern die beiden Bunten lautstark ihr Unterhaltungsprogramm!


 

 

Mittlerweile haben wir unseren Vierbeiner auch eine "Wassermuschel" aufgestellt, um ihnen die Gelegenheit zur Abkühlung zu geben. Da hab' ich die Rechnung ohne die Kötis gemacht: "Wasser ist zum trinken da, aus basta Schluss!"
Miga hatte allerdings keine Probleme, Leckerlies aus dem Wasser zu holen. Aber das Mimöschen Paula! Erst machte sie einen gaaanz langen Hals um das Leckerlie zu erreichen, und dann stuppste sie es auch noch mit der Zunge weg!  Aber wenn Miga das schafft! - Also ein neuer Versuch! Vielleicht klappt es ja besser wenn hund die Vorderpfoten auf den Rand des Beckend stellt?! - Ein erster Erfolg! Und dann landete das nächste Bröckchen noch ein Stückchen weiter vom Rand weg! Und jetzt? Vorsichtig mit einer Pfote ins Wasser und gleich wieder zurück! "Igittigitt - das ist ja nass!" Aber da schwamm immer noch das Objekt der Begierde! Da half nichts: Augen zu und noch einmal mit der eh' schon nassen Pfote ins Wasser! Hurra, es hat geklappt!

Miga hat das Schauspiel lieber von der Seite aus beobachtet!

      

 

 

14.7.2015

Paula hat einen neuen "Spleen"!
Unsere Kötis bekommen abends/nachts - vor der letzten "Pipi-Runde" im Garten - ihre Tabletten/Nahrungsergänzungsmittel in Wurst eingepackt und danach noch etwa einen Esslöffel Joghurt. Dann geht's raus zur Erledigung wichtiger Geschäfte und anschließend ins Wohnzimmer. Dort gibt's dann endgültig die letzten "Betthupferl": Ein Kaustangerl und für beide zusammen einen kleinen Apfel.
Paula konnte sich ja von Anfang an nicht für dieses Kaustangerl begeistern, dann hatte sie eine Phase in der sie es ziemlich schnell zerbiss, und momentan stehen wir wieder am Ausgangspunkt. Allerdings mit einer Ausnahme: Während sie mit ihrem Stangerl im Maul (sie trägt es wie eine Zigarette - entweder es hängt lässig im Mundwinkel, oder es schaut vorne in fast der ganzen Länge heraus) durch das Wohnzimmer wandert, behält sie Miga und mich fest im Blick. Kaum nehm ich das Messer in die Hand, um den Apfel in mundgerechte Spalten zu schneiden, sitzt sie vor mir auf dem Hocker und spuckt ihr Stangerl auf den Tisch. - Das ist selbst mir zu viel, also wisch ich es runter. Paula checkt ganz schnell die Lage: Ist die nächste Spalte Apfel schon abgeschnitten, oder kann sie erst noch ihr Stangerl retten? Schnell holt sie das Leckerlie und ..................... legt es wieder nachdrücklich auf den Tisch. (Leider kann ich momentan im Zimmer nicht fotografieren, denn Paula fürchtet zur Zeit den Blitz!) Wenn die Bunte dann erkennt, dass es wirklich nichts mehr gibt, verdrückt sie in aller Ruhe ihr Stangerl und sucht sich dann ihren Schlafplatz.
Kann frau solch einer Kröte böse sein?

Beim "Eigenheim" hab' ich mittlerweile kapituliert und die "Firststrebe" entfernt. Jetzt wird es je nach Laune verwendet: als Kuschelhöhle oder "Dachterrasse". Letztere ist auch bei Miga sehr beliebt!
Lustig ist auch zu beobachten, wie Paula in die Höhle einsteigt/-fährt/-springt: Da das "Tor" an der Vorderseite ja meist ziemlich eingedrückt ist, steckt das Weiberl den Kopf durch die verbliebene Öffnung und versucht, sich das ganze "home" mit elegantem Schwung über die Schulter zu werfen. Dabei hebt sich meist auch die Unterseite etwas an, und Paula muss mit den Hinterbeinen darüber steigen ................ Klingt eigentlich ganz einfach, aber Paula schafft es fast regelmäßig, dabei einen Kopfstand zu machen, d.h. das "home" liegt auf der Rückseite und oben schaut ein Hinterbein und ein Schwanz heraus. Nach einigen Sekunden kommt es dann doch wieder auf dem Boden zu stehen, Paula kratzt ihr Einlagekissen zurecht, und bald ist nur noch dezentes Schnarchen zu hören.
Mein verrücktes altes Weiberl!

Miga musste heute wieder einmal zum Krallenschneiden.
Als Männe mit dem Geschirr kam und sie erkannte, dass nur sie ausgehfertig gemacht wurde, versuchte sie dezent, einen Rückzieher zu machen - was ihr aber nur in den Anfängen gelang. Beim Tierarzt war dann Schluss mit ihrer "Contenance" - sie weigerte sich standhaft, das Haus zu betreten und musste in die Praxis getragen werden. Dort wehrte sie sich zwar mit aller Kraft gegen die Prozedur, traute sich aber nicht zu schnappen ohne die Rückendeckung ihrer großen Paula! *grins*  

 

August 2015

Miga tut die Gesellschaft von Paula sehr gut! Sie ist die "Große", die "Erfahrene", die (souveräne) Chefin, die zeigt wo's lang geht , und Paula schaut sich gerne einiges von ihr ab: gestern z.B. gab's neue Leckerlies .......... Miga war begeistert, Paula hat das erste Stückchen auch genommen, ist damit 'rumgelaufen, hat nach Miga geschaut, die schon ihr zweites Stück verdrückt hat, und hat das Ihre auch gefressen ..... oder Joghurtbecher: Ich geb's den Kötis so, dass sie den oberen Rand greifen können und den Becher wegtragen können. Miga kennt das Spiel, Paula war überfordert - aber nur beim ersten Mal! Beim zweiten Mal: ein schneller Blick zu Miga, und es klappte. Oder mein Masseur, der ins Haus kommt und von Beppo geliiiieebt wurde. Paula weicht ihm aus! Miga beobachtet das, kläfft 'mal kurz, Herr St. fragt sie ob sie jetzt wohl spinnt, Miga wanzt sich an, lässt sich streicheln, ........................ und schon ist Paula auch da! .................... Es ist sooo schön, das zu beobachten, denn das kannte ich von allen Vorgänger-Hunden noch nicht.
Und was mich auch verblüfft hat: Miga hat noch nie Wert auf einen Spaziergang gelegt - ihre linke Seite scheint ja irgendwie so ganz und gar nicht in Ordnung zu sein (sie ist untersucht und geröntgt - kein Befund!), da fällt ihr das gleichmäßige Gehen schwer. Aber wenn Paula dabei ist entwickelt die Kleine ein bis dahin ungeahntes Temperament und läuft vergnügt mit ....................

 

Zu verschenken:
Liebe, schmusige, dickschädlige, verfressene Beagle-Omi, die sich zeitweilig einbildet, ein aufgedrehter Teenie zu sein, und bestimmt auch einmal - in grauer Vorzeit - eine gute Erziehung "genossen" hat.
Aber, sie hat es getan .................... was ich vorausgesehen/befürchtet habe ......................... sie hat die sorgsam gehüteten, ersten roten Tomaten direkt vom Strauch geplündert und vernichtet! ..... Tomaten einer angeblich besonderen Sorte, deren Pflänzchen ich im Frühjahr von meiner Doktorin bekommen habe!

Ja, ich hab' die nächste herumliegende Zeitung genommen, zusammengerollt und mir gegen den Kopf geschlagen - und dann eine Nacht mit Überlegungen verbracht: das Ergebnis: Balkon-Katzenschutzdraht soll's richten. GsD haben wir ein Zoofachgeschäft im nächsten Ort! OT Männe: "Um d e n Preis hätten wir viele Tomatem kaufen können!"

Und noch eine andere Vermutung hat sich bestätigt:
Wenn Paula die Wahl hätte zwischen Tomaten und Fleisch, würde sie wohl tatsächlich die Tomaten bevorzugen!
Ich hab' gestern umständehalber ein gebratenes Gickerl am Wohnzimmertisch zerlegt und die Knorpel für die Kötis abgefieselt. Paula lag dabei auf ihrem Lieblingssessel, Nase auf dem Tisch in einer Entfernung von etwa 10 cm vom Fleisch. Sie hätte es leicht mit einem Happs abräumen können, aber keinerlei Anstalten dazu gemacht - ein bisschen weinen musste sie schon ab und zu, aber das war's dann schon. - Nun ja, wenn ich weg gegangen wäre, dann wären wohl nur leere Teller übrig geblieben!

Wenn ich aber Tomaten für mich zurecht schneide, dann versucht sie immer wieder, mir die Spalten vom Teller zu klauen. Und je weiter ich den Teller weg schiebe, desto länger wird ihr Hals .....................

Ich hab's mir überlegt: Ich behalte meinen bunten Clown doch lieber ................... bis sie wieder etwas anstellt ..................

(Upps, ich glaub' sie hat wieder mitgelesen, denn im Augenblick sitzt sie neben meinem Rolli und macht "Osterhasi" - eine Geste, die mich immer etwas peinlich berührt - wenn ein alter Hund sich für mich zum Affen macht. Das hat sie wirklich nicht nötig!)

 

Anfang Dez. 2015

So eine Kacke! - Ich hab' meinen Christstollen verbrennen lassen! So viel Arbeit, so teure Zutaten, und dann ....................
Aber da ich Lebensmittel nicht wegwerfen kann, hab' ich meine Rezepte mit Weihnachtsbäckereien durchgesucht und bin zu dem Ergebnis gekommen: Das weiche Innere des Christstollens müsste sich eigentlich gut für Rumkugeln eignen!

Gesagt - getan:

http://user2.web-gear.com/wohlstandsmuellhunde/Tagebuch_2015/Christstollen-Reste_640.jpg Die Kruste! - Sie sieht auf dem Bild bei weitem nicht so schwarz aus wie "in natura"!

Und weil ich schon bei der Arbeit war, hab' ich gleich noch "Mozartkugeln" fabriziert - diese allerdings unter Aufsicht!

 

Was Fraule da wohl macht?

  http://user2.web-gear.com/wohlstandsmuellhunde/Tagebuch_2015/Nov._-_Dez._2015_Mozartkugeln.jpg
 
                                                                                                      Paula, die Mozartkugeln-Resteverwertungs-Beaufsichtigerin.
 

Aufpassen macht müde!

http://user2.web-gear.com/wohlstandsmuellhunde/Tagebuch_2015/Paula__Maria_500.jpg

Paula holt sich Trost bei ihrer Schwester Maria (Rabiata)

 

Weihnachten 2015

Heuer haben die Kötis außer den obligatorischen Wiener Würstl auch einmal ein "richtiges" Geschenk bekommen:     

                                                    

   

Die "Schnüffelteppiche" waren von der "Bekannten einer lieben Internetbekannten" angefertigt und zugunsten eines Tierheims verkauft worden. Unsere Kötis lieben sie sehr!

 

Irgend jemand muss an den Feiertagen wohl immer für Aufregung sorgen - heuer war es zur Abwechslung wieder einmal Miga!

Als ich mich am Heiligen Abend gerade ins Bett gelegt hatte, schreckte ich durch seltsames Poltern im Zimmer wieder hoch. Ich machte Licht und meinte, mir würde jeden Moment das Blut in den Adern gefrieren: .................................. Da rollte und hoppelte Miga quer durch das Zimmer - von der Türe zum Esstisch, zurück zur Türe, zum Couchtisch, ......zeitweise überschlug sie sich dabei, dann blieb sie eine ganz kurze Weile liegen, und gleich ging es wieder los! Was war das bloß? Hatte sie einen Schlaganfall? ........ Ich war fix und fertig! Aber es gelang mir doch, das alte Weiber zu mir zu locken, und da erkannte ich, dass sie sich mit einer Kralle eines Hinterfußes im Ring der Steuermarke eingehakelt hatte. Und weil "außenherum" ja langweilig gewesen wäre, ging das Bein unter dem Bauch nach vorne!

Was nun? Mit Mühe gelang es mir zwar, Miga ihr Halsband über den Kopf zu ziehen, so dass wenigstens das Hinterbein wieder dahin kam, wo es hin gehörte, aber ich schaffte es nicht, den Ring aus der Kralle zu lösen! - Und Männe und Sohn III schliefen schon "des Schlaf des Gerechten"! - Tja, aber schließlich habe ich ja schon Übung im Brüllen nach dem Göttergatten - nach unendlich lange scheinender  Zeit kamen meine zwei Männer schlaftrunken und wenig erfreut über die Ruhestörung ................. Noch einige Sekunden und Miga-Mäuselchen war endgültig befreit!

 

Der Weihnachtsbesuch mit den - mittlerweile zwei -Enkelchen war kein Problem, auch als Lärmpegel zeitweise gewaltig anschwoll! ........ Nun ja, kleine Kinder haben ja auch (fast) immer etwas Essbares in der Hand, und wenn Frau Hund vorsichtig ist ....................... Fraule hat's gesehen - aber nicht gepetzt!

Hurraaaa, ich glaub' wir haben's geschafft: Paula benimmt sich seit ein paar Wochen wie eine ganz normale freche Beagleline! (Einmal noch hat sie vor ein paar Wochen nach mir geschnappt: Ich konnte nachts nach dem obligatorischen WC-Besuch nicht einschlafen und hab daher den Fernseher eingeschaltet. Nebenbei streichelte ich Pauline, die sich nicht rührte ....... bis ich offensichtlich der Schwanzwurzel zu nahe kam - : ein Schnapper in Richtung meiner Hand, ein leises "alles ist gut!" und das Weiberl rollte sich wieder zusammen.)


Etwas Bedenken hatte ich vor Silvester, da Paula sich im Sommer beim leisesten Donnergrollen versteckt und auch die besten Leckerlies verschmäht hat.
Ich hab' also beschlossen, das "Bettgehzeremoniell" zeitlich etwas vor zu verlegen, damit Paula gegen Mitternacht schon bei mir im Bett liegt. Zusätzlich wollte ich den Fernseher laut aufdrehen. - Aber wie heißt es; "Der Mensch denkt - Gott lenkt; der Mensch dachte - Gott lachte!" : Gegen 23 Uhr schickte ich die Weibsen in den Garten zum Ausleeren - unglücklicherweise gerade als eine Rakete hochging! Und was macht die Alte? - Nix! - Oder doch: Sie setzte ihren Kontollgang durch den Garten unbeirrt fort, wie jede Nacht!  ........... Ob sie sich wohl wieder einmal Miga zum Vorbild genommen hat?

 

     Tiere können nicht für sich selbst sprechen. Und deshalb ist es so wichtig, dass wir als Menschen unsere Stimme für sie erheben und uns für sie einsetzen.

Gillian Anderson

 

 

 
 
 

 

 

 


 

 
 




 


 


 

    
 


 

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 
 
  
 
                        
 
 
 
 
 
 
 
 
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